Über Selbstdarstellung & Klischees: „Wie werden Architekten in der Öffentlichkeit gesehen?“

Im Mai 2011 hielt Roland Stimpel, Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts, vor der Vertreterversammlung der Architektenkammer Rheinland-Pfalz einen hochinteressanten Vortrag. Unter dem Titel „Wie werden Architekten in der Öffentlichkeit gesehen?“ stellt er – humorvoll und kurzweilig – sechs Negativklischees von Architekten vor, die bei Menschen ausserhalb der Branche durchaus verbreitet sind: Der Glamour-Star, der Alltagsverächter, der Dogmatiker usw.

Der Architekt in der Öffentlichkeit (Festakt zur Neueröffnung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, 10/2011)

Der Architekt in der Öffentlichkeit (Festakt zur Neueröffnung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Dresden, Oktober 2011)

Es gibt auch positive Architekten-Klischees

Auch von positiven Klischees über Planer weiß Stimpel zu berichten. Er stellt u. a. die Macher vom Bau und den pfiffigen Kreativen vor. Als langjährigem Architekturjournalisten ist ihm bekannt, wie schwer sich viele Kollegen mit ihrem Bild in der Öffentlichkeit tun (und wie man es beeinflusst). Doch er beruhigt seine Zuhörer:

„Jetzt noch etwas zum Bild des Architekten in den Medien. Da denken nun viele zuerst ans Feuilleton und an Fachblätter, meins eingeschlossen. Aber ich meine, das sind nicht die wichtigsten für das berufliche Fortkommen.“

Architekten-Selbstdarstellung im Internet

Es muss nicht immer die Hochglanz-Bildstrecke in einem Architekturmagazin sein. Mit vielen anderen, (vermeintlich) unscheinbaren Medien lässt sich viel besser Selbstdarstellung und Werbung in eigener Sache betreiben. Nicht zuletzt im Internet:

„Um sich und Ihre Arbeit so zu zeigen, wie SIE es wollen, gibt es schließlich ein eigenes Medium: das Internet. Immer mehr Bauherren suchen ihren Architekten bei Google; gucken bei Facebook oder in Blogs. Sehen Sie das nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Im Internet können Sie Ihr Profil viel genauer, viel schneller und letztlich auch kostengünstiger pflegen als in allen anderen Medien.“

Den vollständigen Vortragstext finden Sie auf dab-online.de »

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