Die „virtuelle Visitenkarte“ als vCard-Datei zum Download anbieten

Die Übernahme von Adressdaten in den eigenen Rechner – z. B. nach einem Messebesuch – ist meist mit mühsamer Handarbeit verbunden. Damit es Ihren Geschäftspartnern, Kunden oder Bauherren nicht ähnlich geht (und Ihre Adressdaten womöglich aus Zeitmangel nie Eingang in das fremde digitale Adressbuch finden) sollten Sie Ihre Visitenkarte auch in virtueller Form anbieten. Über das standardisierte Dateiformat “.vcf” (vCard file) ist dies sehr leicht möglich.

Per Mausklick kann man eine “virtuelle Visitenkarte” direkt in das Adressbuch des eigenen E-Mail-Programms übernehmen. Mobiltelefone und PDAs verwenden ebenfalls vCards, um Kontaktinformationen zu speichern und untereinander auszutauschen. Inhalt und Aufbau von vCards sind standardisiert, und viele E-Mail-Programme können Kontaktdaten als vCard lesen und exportieren. Trotzdem kommt es manchmal zum Beispiel zum Verlust von Umlauten oder Sonderzeichen, daher kann ich nur empfehlen, sicherheitshalber z. B. lieber “ss” statt “ß” schreiben oder Umlaute entsprechend aufzulösen (“oe” statt “ö” usw.).

Service-Plus für Ihre Kunden und Geschäftspartner: Sie können Ihre virtuelle Visitenkarte – oder die Ihres Büros – auf der eigenen Büro-Website zum Download anbieten. Dafür benötigen Sie lediglich zwei Dinge: Die vCard-Datei selbst und den Link zum Herunterladen.

Screenshot-Ausschnitte: Die Links zu digitalen Visitenkarten auf diversen Büro-Websites
Screenshot-Ausschnitte: Die Links zu digitalen Visitenkarten auf diversen Büro-Websites

Wie werden vCard-Dateien erstellt?

Entweder man exportiert die eigenen Kontaktinformationen als vCard-Datei, z. B. aus E-Mail-Programmen wie Outlook oder Thunderbird. Oder man nutzt einen vCard-Generator, wie er z. B. bei bueltge.de/hcard angeboten wird.

So binden Sie vCards auf der eigenen Website ein

Im Prinzip kann die vcf-Datei, sofern Sie auf Ihren Webserver hochgeladen wurde, wie z. B. eine Bilddatei nach folgendem Muster verlinkt werden: <a href=“datei.vcf”>Linktext</a>. Schon können Ihre Website-Besucher Ihre kompletten Kontaktdaten mit wenigen Klicks in die eigenen Adressbücher übernehmen. Ein Beispiel für so einen vCard-Link finden Sie z. B. auf meiner Website ericsturm.de.

Hinweis: Da nicht alle Browser bei vcf-Dateien automatisch einen Download-Dialog anbieten (“Möchten Sie diese Datei öffnen oder speichern?”), muss dem Webserver explizit mitgeteilt werden, dass er beim Klick auf Dateien vom Typ “vcf” den Download-Dialog starten soll. Dies geht am einfachsten durch den Eintrag “AddType application/octet-stream .vcf” in der .htaccess-Datei (Weiterführende Informationen siehe Wikipedia).

Link auf die virtuelle Visitenkarte in der E-Mail-Signatur

Eine weitere Möglichkeit, seinen Geschäftspartner den Zugang zur eigenen vCard zu ermöglichen, ist die Aufnahme eines entsprechenden Links in die E-Mail-Signatur. Zwar könnten Sie die vcf-Datei auch als Dateianhang an die Mail hängen, diese gehen jedoch beim Antworten oder Weiterleiten Ihrer Mail meist verloren.

Tipp: Achten Sie darauf, die komplette Adresse anzugeben, damit wirklich alle E-Mail-Programme den Link als klickbar darstellen (Muster: http://www.ihre-seite.de/datei.vcf).

31.03.2008

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