Windlasten und Windwirkungen an Bauwerken des Hoch-, Ingenieur- und Industriebaus

Datum: 8. Mai 2024
Uhrzeit: 09:00 bis 17:00

Die Planung und statisch-dynamische Berechnung technisch anspruchsvoller Bauwerke und Bauwerke mit hohem Detaillierungsgrad des Ingenieur- und Industriebaus erfordern in der Regel zugeschärfte Windlastansätze, die oftmals nicht eindeutig mit den eingeführten technischen Baubestimmungen geregelt sind.

Das Seminar hat zum Ziel, die Anforderungen an die Windeinwirkungs- und -effektbeschreibung zu erläutern und auf einfache, technisch verständliche, tragwerksplanerische Schritte zurückzuführen.

Online-Seminar: Windlasten und Windwirkungen an Bauwerken des Hoch-, Ingenieur- und Industriebaus (Symbolbild; Collage: Internet für Architekten)

Online-Seminar: Windlasten und Windwirkungen an Bauwerken des Hoch-, Ingenieur- und Industriebaus (Symbolbild; Collage: Internet für Architekten)

Angesichts der Breite der abzudeckenden Anwendungsfälle treten in der Praxis immer wieder Interpretationsfälle bei der Windlastermittlung auf. Es werden hinderliche Regelungslücken deutlich oder es öffnen sich interessante Optimierungsspielräume.

Viele Tragwerksplaner erkennen dies, wie die große Zahl von Auslegungsfragen zeigt, die an das DIN in Berlin gerichtet werden und auf diesem Wege u.a. den Vortragenden zur Beantwortung vorgelegt werden oder diesen als spezielle Fragestellungen mit der Bitte um gutachterliche Klärung direkt zugehen.

Die DIN EN 1991-1-4:2005 enthält die deutsche Fassung des Eurocode 1, „Actions on Structures — Part 1-4: General actions – Wind actions“. Im Zuge der Baunormenfortschreibung wurden seit 2014 auf europäischer Ebene viele Windeinwirkungsregelungen aus anderen Regelwerken mit der EN 1991-1-4 harmonisiert und es wurde an einer neuen Generation der Eurocodes gearbeitet, die Erfahrungen aus der ersten Anwendungsphase berücksichtigen soll.

Das Ergebnis ist die neue prEN 1991-1-4:2024-03 die einige, wesentliche Regelungslücken der Vorgängerversion zu schließt.

Hierzu zählen beispielsweise Windlasten auf Gebäude mit Abstufungen, Windlasten auf Balkone und deren Brüstungen, Windlasten auf Anbauteile, die Einführung globaler Nettodruckbeiwerte zur Berechnung resultierender Kräfte bei großen Lasteinzugsflächen oder ein verbessertes Berechnungsverfahren für wirbelerregte Querschwingungen.

Das Seminar gibt zu ausgewählten Fragen einen Ausblick auf die zu erwartenden Neuregelungen des EN 1991-1-4 und geht auf den aktuellen Entwurf prEN 1991-1-4:2024-03 ein.

Themen des Seminars

  • Windlastansätze für Anbauten, wie Balkone, Vordächer, Sonnenschutzlamellen
  • Dachsogsicherung und Hinweise zur Handhabung günstig wirkender Windlastanteile
  • Innendruckansätze
  • freistehende Dächer – Ansatz von lokalen und globalen Lasten
  • Windlasten auf Brücken
  • Nachweis wirbelerregter Querschwingungen
  • Probabilistikfaktoren für temporäre Bauten wie Funktionsmasten und Produktions bzw. Verkaufsgewächshäuser
  • lokale Windklimata und Bewertung des umgebenden Geländes
  • Auswirkungen des Klimawandels
  • Hinweise zu numerischen Berechnungen mit CFD

Das Seminar bietet dann die Möglichkeit an, sich praktische Lösungen für die Windeinwirkungsansätze durch problemgerechte Normenanwendung erläutern zu lassen. Interpretationsfälle, Regelungslücken und Optimierungsspielräume werden anhand von vielen Praxisbeispielen und teilweise auch Schadensfällen erläutert.

Neben dem Hinweis auf problematische Fälle werden Lösungsansätze vermittelt und die Teilnehmer erhalten so Handwerkszeug für die tägliche Praxis.

In besonderen Fällen wird auch der Einbezug zusätzlicher Informationen, wie etwa aus speziellen, rechnerischen Untersuchungen oder aus Windkanalversuchen, erforderlich. Wo zum Anwendungsverständnis der Regelungen der Eurocodes und der Nationalen Anhänge die technischen oder strömungsmechanischen Hintergründe vonnöten sind, werden diese dargelegt.

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