Relaunch der Büro-Website – Wie Sie den richtigen Webdesign-Dienstleister finden

Hinweis: Dieser Beitrag wurde vor 14 Jahren veröffentlicht. Es könnte also sein, dass die eine oder andere Information nicht mehr ganz aktuell ist. 

Vor allem kleinere Architekturbüros haben sich in der Vergangenheit mit dem Thema “Website im Eigenbau” befasst und mehr oder weniger professionelle Ergebnisse erzielt. Meist sind diese Seiten inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen und es stellen sich die Fragen nach der Überarbeitung: “Ist das überhaupt erforderlich?” – “Und wie finden wir einen Dienstleister?” – “Oder wollen wir es doch wieder selber machen?” …

Die Optimierung einer bestehenden Website ist in meinen Augen immer dann sinnvoll, wenn eine der drei Erfolgskriterien nicht erfüllt wird. Daher gilt es zu prüfen, ob Ihre Website die folgenden Punkte erfüllt:

  1. Ist sie in Suchmaschinen auffindbar (und zwar nicht nur nach einer Suche nach Ihrem Büro-Namen, sondern z. B. auch bei einer Suche nach einem Ihrer Projekte)?
  2. Stimmt die Nutzerfreudlichkeit (Kommen auch Internet-Laien mit Ihrer Website zurecht?) und sind die Inhalte noch aktuell?
  3. Ist die Website plattform-unabhängig, d. h. wird sie in allen Browsern und auf unterschiedlichen Bildschirmen korrekt dargestellt?”

Prüfen Sie kritisch, am besten auch zusammen mit “unbefangenen”, büro-fremden Personen (Freunde, Bekannte, Eltern, Kinder o. ä.), ob Ihre Website diesen drei Anforderungen entspricht. Wenn nicht, sollte eine Optimierung in die Wege geleitet werden. Ob es lohnender ist, eine bestehende Website zu optimieren oder sie komplett neu zu erstellen, muss individuell und – im Idealfall – mit einem kompetenten Spezialisten (Webdesigner o. ä.) entschieden werden.

Eigenbau oder professioneller Webdesigner?

Eine Website, die Sie als professionellen Dienstleister präsentiert, sollte auch professionell umgesetzt werden. Das Medium Internet ist heutzutage zu vielschichtig und komplex, als dass man – wie vielleicht noch vor 10 Jahren – mit ein bisschen “Feierabend-Bastelei“ einen guten Eindruck machen könnte. Und: eine Architekten-Website muss nicht sehr umfangreich sein, daher halten sich auch die Kosten im Rahmen.

Die Dienstleistersuche

Neben Empfehlungen aus dem Bekannten- oder Kollegenkreis helfen Suchmaschinen-Recherchen weiter. Dabei sollten Sie möglichst detaillierte Suchabfragen starten, z. B. “Webdesigner Architekten Hamburg“ oder “Webdesigner Freiberufler Dortmund”, um passende Dienstleister aus Ihrer Stadt oder Region zu finden.

Auch in Dienstleisterverzeichnissen wie dasauge.de oder im Online-Netzwerk XING (kostenlose Mitgliedschaft erforderlich) lassen sich geeignete Webdesigner oder Internet-Agenturen finden.

Screenshot: Dienstleistersuche bei dasauge.de
Screenshot: Dienstleistersuche bei dasauge.de

Ein alternativer Ansatz, einen geeigneten Webdesign-Dienstleister ausfindig zu machen, führt über die Websites der Kollegen. In Architektenverzeichnissen wie den BauNetz Büro-Profilen oder DETAIL360° finden Sie die Webadressen von Kollegen, und im Impressum dieser Websites steht in der Regel – sofern es sich nicht um einen “Eigenbau” handelt – ein Link zum Webdesigner.

Nachdem Sie eine Handvoll Webdesigner in die engere Auswahl genommen haben, sollten Sie sich deren eigene Websites und dort vor allem die Referenz-Projekte gründlich ansehen: Entsprechen sie Ihrem gestalterischen Anspruch? Können Sie sich vorstellen, mit diesem Dienstleister über längere Zeit zusammen zu arbeiten? Wenn ja, sollten Sie als nächstes einen Briefing- bzw. Kennenlern-Termin vereinbaren. Wenn Sie bei einem Dienstleister ein “gutes Gefühl” haben, reicht es natürlich (und ist zeitsparend), nur mit diesem zu sprechen, andernfalls kann es auch Sinn machen, sich mit 2 oder 3 Anbietern nacheinander zu treffen, um später aus mehreren Angebotsalternativen auswählen zu können.

Tipp – Interne Bedarfsermittlung vorab: Bevor Sie das erste Gespräch mit einem Dienstleister (Webdesigner, Internet-Agentur etc.) führen, sollten Sie Ihren Bedarf ermitteln. Dazu sollten Sie büro-intern alle “Entscheider” an einen Tisch bringen und klären, welche Elemente und Eigenschaften Ihre neue Website haben soll. Halten Sie Ihren Bedarf unbedingt schriftlich fest, dies beschleunigt den späteren Projektablauf ungemein.

Angebot(e) einholen

Welche Website-Lösung für Ihre dokumentierten Anforderungen optimal ist, klären sie mit dem Dienstleister. Auch hier ist eine schriftliche Fixierung wichtig. Im Anschluss ist der Webdesigner in der Lage, auf der Basis Ihrer Anforderungen ein für Sie kostenloses (Festpreis-)Angebot zu erstellen. Achten Sie darauf, dass es alle gewünschten Funktionen und Eigenschaften der Website aufführt.

Mit der Beauftragung des Angebots beginnt dann die Umsetzung des Website-Projekts. Unterschätzen Sie nicht den büro-internen Zeit- und Abstimmungsbedarf für Design- Entscheidungen, Zwischenabnahmen etc. während des Projekts. Je schneller diese Entscheidungen getroffen werden, desto schneller wird Ihre neue oder überarbeitete Website online sein. Viel Erfolg!

Über den Autor: Dipl.-Ing. Eric Sturm ist Webdesigner in Berlin und hat sich auf Freiberufler wie Architekten, Anwälte oder Journalisten spezialisiert.

04.07.2008

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