Geschichten hinter den Fassaden

Wie erzählt man Architektur so, dass sie im schnellen Medienstrom sichtbar bleibt?

Diese Frage prägte die 6. Fach- und Forschungskonferenz „Architektur und Medien“ Ende Oktober 2025 in Düsseldorf.

Unter dem Motto „Architektur bewegt – in TV, Videos und Reels“ diskutierten rund 100 Fachleute aus Architektur, Medien und Kommunikation, wie sich Baukultur heute wirkungsvoll vermitteln lässt. Eingeladen hatte die Architektenkammer NRW gemeinsam mit dem Institut für Medienentwicklung und Medienanalyse der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Architektur zwischen Emotion und Information

Fernsehjournalistin Sabine Reeh machte deutlich, dass klassische TV-Dramaturgien und Architekturthemen oft schwer vereinbar sind. Dennoch könne Architektur im Fernsehen funktionieren – wenn die „Geschichten hinter den Fassaden“ erzählt werden.

Laut Eric Sturm ein Trend bei der Architekturkommunikation per Bewegtbild: Drohnenaufnahmen von der Baustelle (Abbildung: Internet für Architekten)

Laut Eric Sturm ein Trend bei der Architekturkommunikation per Bewegtbild: Drohnenaufnahmen von der Baustelle (Abbildung: Internet für Architekten)

Kommunikationsberater und Architektur-Video-Blogger Eric Sturm zeigte, wie sich Bewegtbildformate verändert haben: vom aufwendig produzierten Film hin zu kurzen, authentischen Clips für soziale Medien. Architektur werde dann interessant, wenn Planer:innen selbst sichtbar werden und persönliche Perspektiven einbringen.

Strategien für digitale Baukulturvermittlung

Architekt Kilian Kada betonte die Bedeutung einer klaren Kommunikationsstrategie: Nicht nur Ergebnisse, sondern auch Prozesse sollten im Mittelpunkt stehen.

Stadtplanerin Daniela Fink erläuterte, wie ihr Büro scheuvenswachtenplus Reels auf Instagram nutzt, um Transparenz zu schaffen und Dialoge anzustoßen. Reels seien kein Selbstzweck, sondern Teil eines breiteren Kommunikationsverständnisses.

In den Netzwerkgesprächen wurde deutlich, dass erfolgreiche Architekturkommunikation heute visuell, emotional und strategisch zugleich sein muss. Film und Social Media eröffnen neue Zugänge – entscheidend bleibt jedoch die inhaltliche Substanz.

Der Link zum Beitrag „Geschichten hinter den Fassaden“ wurde am 10. November 2025 der Presseschau auf „Internet für Architekten“ hinzugefügt.

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