Personalgewinnung und -entwicklung von Planungsbüros im digitalen Zeitalter

Die Personalgewinnung spielt für den langfristigen Erfolg eines Architektur- oder Ingenieurbüros eine zentrale Rolle. Zeitgemäße, digitale Strategien für die Gewinnung und die Entwicklung von passenden Mitarbeitenden sind unerlässlich.

Denn nur so kann ein Büro die Herausforderungen des Fachkräftemangels erfolgreich meistern. Zusatznutzen: Richtig geplant und implementiert, fördern digitale Tools eine inklusive Arbeitskultur, die Vielfalt und Kreativität nachhaltig unterstützt.

Personalgewinnung: Digitale Tools für die Kommunikaton nach innen und außen

Die Kommunikation eines Planungsbüros nach außen hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Personalgewinnung und -entwicklung:

Eine gute Büro-Website, Social Media-Profile und positive Einträge auf Bewertungsplattformen sind mittlerweile unverzichtbare Werkzeuge, um talentierte Fachkräfte zu rekrutieren und die Kompetenzen des Teams kontinuierlich zu erweitern.

Die Qualität der Personalgewinnung und -entwicklung ist entscheidend für den Erfolg eines Planungsbüros (Collage: Internet für Architekten)

Die Qualität der Personalgewinnung und -entwicklung ist entscheidend für den Erfolg eines Planungsbüros (Collage: Internet für Architekten)

Bei der Ansprache potenzieller Mitarbeitender, insbesondere der jüngeren Generationen, spielt die Präsenz auf Social Media-Netzwerken wie LinkedIn, Instagram und zunehmend auch TikTok spielt eine entscheidende Rolle.

Dies gilt ganz allgemein und langfristig für das sogenannte “Employer Branding“, aber auch konkret bei der Personalgewinnung. Denn diese Plattformen ermöglichen es Architektur- und Ingenieurbüros, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.

Employer Branding auf Social Media – wie sieht das aus?

  • Einblicke in den Arbeitsalltag geben: Planungsbüros können durch das Teilen von Bildern und Geschichten aus dem Büroalltag und von Baustellen authentische Einblicke in ihre Arbeitsweise geben.
  • Karrieremöglichkeiten hervorheben: Die Veröffentlichung von Stellenangeboten oder Informationen über Ausbildungsprogramme ist normal. Spannend wird es, wenn mögliche Karrierewege im Büro aufgezeigt werden. So spricht man potenzielle Bewerber:innen viel direkter an.
  • Zu Interaktion und Rückfragen anregen: Die Möglichkeit, über Social Media-Kanäle Fragen zu stellen und direkt mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, macht den Bewerbungsprozess persönlicher und ansprechender. Wichtig: Nennen (und zeigen) Sie die jeweiligen Ansprechpartner:in mit Kontaktdaten.

Der integrierte “Personal-Gewinnungs-Prozess”

Ein gut durchdachter “Personal-Gewinnungs-Prozess”, der digitale und analoge Elemente integriert, ist von entscheidender Bedeutung den Erfolg bei der Rekrutierung. Dabei stehen Kommunikation, Wertschätzung und Professionalität im Mittelpunkt.

Dieser Prozess ähnelt einem Eierlauf beim Kindergeburtstag (ja, klar! 😃), bei dem die Bewerberin behutsam durch verschiedene Phasen geführt wird. Jede Phase birgt potenzielle Hürden, an denen sie abspringen könnte.

Mitarbeiter:innen gewinnen für Planungsbüros: So geht's (Grafik: Eric Sturm)

Mitarbeiter:innen gewinnen für Planungsbüros: So geht’s (Grafik: Eric Sturm)

In Phase 1, der Stellenausschreibung, kann ein ansprechendes Angebot, das sich von der Masse abhebt und gezielt auf die Spezialisierung des Unternehmens oder das Aufgabenspektrum der ausgeschriebenen Stelle hinweist, das Interesse potenzieller Bewerber wecken. Wichtig ist eine klare, schnörkellose und floskelfreie Darstellung der Position, ergänzt durch Informationen über Karriereperspektiven und Arbeitsbedingungen.

Vor einer Bewerbung werden Kandidat:innen die Website und Social Media-Profile des Büros oder des Unternehmens besuchen (Phase 2). Daher ist eine technisch einwandfreie Website mit schnellen Ladezeiten, klar strukturierten Inhalten und einer für alle Endgeräte optimierten Darstellung unerlässlich. Die Website sollte umfassende Informationen über das Büro, das Team, Karrieremöglichkeiten und offene Stellen bieten.

Der erste persönliche Kontakt, sei es per Telefon oder E-Mail, ist in Phase 3, der Kontaktaufnahme, entscheidend. Schnelligkeit und Professionalität in der Kommunikation sowie die Möglichkeit, auch außerhalb der Arbeitszeiten Rückrufe zu vereinbaren, können die Bewerbungserfahrung positiv beeinflussen.

In Phase 4, den Bewerbungsgesprächen, sollten diese professionell und wertschätzend sein, wobei die Bewerberin im Mittelpunkt steht – und nicht etwa der mitteilungsbedürftige Chef (was leider immer noch recht häufig vorkommt). Wichtig ist, dass kompetente und entscheidungsbefugte Personen die Gespräche führen. Die Möglichkeit, das erste Gespräch online durchzuführen, kann die Flexibilität für die Bewerberin erhöhen.

Nach erfolgreichen Bewerbungsgesprächen ist es in Phase 5, dem Onboarding, entscheidend, den Kontakt zur neuen Mitarbeiterin zu halten und sie in das Büro bzw. das Team zu integrieren. Eine frühzeitige Bindung durch regelmäßige Informationen und Einblicke in das Büro und das Team – auch schon vor Arbeitsantritt – ist hierbei extrem hilfreich.

Ein gut strukturierter Onboarding-Prozess, der sowohl technische Aspekte wie Arbeitsplatz und Ausrüstung als auch menschliche Aspekte (wie z. B. die Zuweisung eines Mentors) umfasst, trägt dazu bei, die neue Mitarbeiterin schnell und erfolgreich in das Team zu integrieren.

Wertschätzung und Bindung von Mitarbeitenden

Neben der Gewinnung neuer Talente ist die Wertschätzung, Entwicklung und Bindung aller Mitarbeitenden ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Der großzügige Zugang zu Fortbildungsmöglichkeiten sowie ein internes Wissensmanagement bieten vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung.

  • Digitale Weiterbildungsangebote: Die Bereitstellung von Zugängen zu Online-Kursen und Fachseminaren unterstützt die kontinuierliche Weiterbildung und Spezialisierung der Mitarbeitenden.
  • Interne Kommunikationsplattformen: Zeitgemäße digitale Lösungen wie Intranets, ein integral genutztes Microsoft Teams oder spezielle Apps für Mitarbeitende fördern den Austausch von Wissen und Erfahrungen innerhalb des Unternehmens und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
  • Feedback und Anerkennung: Feedback-Gespräche ermöglichen eine regelmäßige und konstruktive Rückmeldung, die zur persönlichen Entwicklung beiträgt und die Motivation der Mitarbeitenden fördert.
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