Minimal-Bloggen für Architekten – Twitter

Hinweis: Dieser Beitrag wurde vor 14 Jahren veröffentlicht. Es könnte also sein, dass die eine oder andere Information nicht mehr ganz aktuell ist. 

Seit einiger Zeit sehr “en vogue” ist der sogenannte Mikro-Blogging-Dienst “Twitter”. Angemeldete Nutzer können per Browser, Handy oder Instant Messenger SMS-ähnliche Textnachrichten an einen Server senden. Diese kurzen Nachrichten (maximal 140 Zeichen) – auch “Updates“ oder “Tweets“ – genannt, sind anschließend sofort für andere Nutzer sichtbar, die die Nachrichten des jeweiligen Autors, des Themas, oder der Gruppe abonniert haben.

Die Kurznachrichten eines Nutzers (“Tweets”) werden in einer Art Blog eingetragen und mit Hilfe eines Zeitstrahls visualisiert. Der Autor entscheidet, ob seine Informationen öffentlich einsehbar sein sollen oder nur von bestimmten Nutzern gesehen werden können.

Seit es Twitter gibt, führen Befürworter und Gegner in Blogs und Internetforen heiße Diskussionen über Sinn und Zweck dieses Zeitvertreibs. Aber unabhängig von der Tatsache, dass natürlich – wie bei vielen anderen “Web 2.0”-Angeboten – viele Nutzer per Twitter Belangloses in die Welt hinausposaunen, setzt sich nach und nach eine professionelle Nutzung dieses schnellen Kommunikationskanals durch: Immer mehr Menschen nutzen den Service als neue Möglichkeit zum “digitalen Networking”, Nachrichtenagenturen und -Redaktionen senden die neuesten Nachrichten im 140-Zeichen-Format durch das Netz (z. B. twitter.com/weltonline).
Inzwischen experimentieren auch Online-Dienste aus der Baubranche mit dem kostenlosen Service, z. B. Competitionline (twitter.com/competitionline).

Rund um Twitter haben sich inzwischen Hunderte (!) von Zusatzdiensten und Applikationen entwickelt, manche mehr, manche weniger sinnvoll. Sehr schön z. B. TwittEarth, das die Tweets von Nutzern weltweit mit einem 3D-Globus visualisiert.
Eine gute Übersicht über die Zusatzdienste bietet die Seite tweetnews.de.
Tipps zum erfolgreichen Start auf Twitter gibt Hans Kainz in seinem Blog.

Grund genug, zu überlegen: Könnte Twitter auch für Architektur- und Ingenieurbüros im Büro-Alltag eine sinnvolle Rolle spielen? Ja, es kann: Im Folgenden 3 Nutzungsbeispiele für Architekten …

Screenshot: Die Twitter-Seite von Eric Sturm
Screenshot: Die Twitter-Seite von Eric Sturm

Mehr Besucher für die eigene Büro-Website – kostenlos

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Webdesigner nutze ich selbst Twitter schon seit über einem Jahr, und zwar als Marketing-Instrument: Spätestens, wenn ein neues Projekt online ist, verfasse ich eine kurze Twitter-Meldung inklusive Link auf meine Website: über meine Statistik-Software “Google Analytics” lässt sich danach immer sehr schön beobachten, wie viele Besucher (und es werden monatlich mehr) via Twitter auf meine Website gekommen sind.

Twitter als Mini-CMS: Der News-Ticker auf der Büro-Website

Alle Nachrichten, die auf Twitter erscheinen, können als sogenannte RSS-Feeds “abonniert” werden. Und RSS-Feeds wiederum lassen sich mit einfachen, kostenlosen Tools (z. B. www.rss-to-javascript.com) in die eigene Website integrieren. Mit etwas Bastelei kann so ein einfacher “News-Ticker” auf der Büro-Website realisiert werden.

Neuigkeiten von der Baustelle

Die Tatsache, dass sich Twitter nicht nur per Web, sondern auch per SMS vom Handy “füttern” lässt, macht es interessant für die mobile Nutzung. So liesse sich z. B. via Twitter ein Bauherr regelmäßig über den Baufortschritt “seines” Gebäudes informieren. Sei es direkt von der Baustelle oder aus dem Büro. Diese Nachrichten könnte der Bauherr seinerseits per Twitter-Website, bequemer aber noch per RSS-Feed empfangen, am besten ebenfalls mobil: per RSS-Reader, einer Software, die heutzutage in fast allen modernen Handys zur Standardausstattung gehört.

Link: www.twitter.com (englisch)

20.08.2008

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