Deutsches Architekturmuseum: Neue Sammlungsdatenbank mit 4.000 Objekten online

Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main hat seine neue digitale Sammlungsdatenbank veröffentlicht. Die Plattform auf dam-online.de/sammlungen/sammlung-digital ersetzt die technisch veraltete „Modellsammlung online“ aus dem Jahr 2012 und erweitert das Angebot erheblich.

Neben über 1.500 Architekturmodellen sind nun erstmals auch Zeichnungen, Pläne und Fotografien online abrufbar – insgesamt knapp 4.000 Objekte mit Abbildungen.

Behind the Scenes – ein Architekturmodell wird für die neue Sammlungsdatenbank des DAM fotografiert (Foto: Marlène Heinzinger)

Behind the Scenes – ein Architekturmodell wird für die neue Sammlungsdatenbank des DAM fotografiert (Foto: Marlène Heinzinger)

Relevanz für Forschung und Praxis

Für Forschende und Planungsbüros, die historische Referenzen oder Präzedenzfälle recherchieren, ist die Datenbank ein nützliches Werkzeug: Die höhere Informationsdichte der neuen Scans macht in vielen Fällen einen Besuch im Depot des Museums überflüssig.

Museumsdirektor Peter Cachola Schmal sieht darin eine Umsetzung des Prinzips „Demokratisierung der Kultur“ – der offene digitale Zugang senkt die Schwelle für alle, die sich mit Architekturgeschichte beschäftigen.

Neue Software mit Suchfunktion und Galerie-Ansicht als technische Basis

Die neue Bilddatenbank des Deutschen Architekturmuseums basiert auf BeeCollect Web, einer Plattform für Online-Sammlungen.

Ihre Oberfläche bietet eine Suchfunktion sowie eine Galerie, über die sich Bestände nach Architektinnen und Architekten bzw. Büros filtern lassen.

Ein Screenshot der neuen Sammlungsdatenbank auf dam-online.de (Abbildung: DAM)

Ein Screenshot der neuen Sammlungsdatenbank auf dam-online.de, hier die alphabetisch geordnete Ansicht der vertretenen Architekt:innen und Architekturbüros (Abbildung: DAM)

Mehrere tausend neue Scans von Zeichnungen, Plänen und Fotografien sowie rund 160 Bildserien von Architekturmodellen wurden in den vergangenen drei Jahren eigens für dieses Vorhaben erstellt – finanziert durch das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt.

„Die neue Online-Sammlung des Architekturmuseums entspricht unserem langfristigen Ziel, die bedeutenden Bestände unserer Museen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit öffentlichen Geldern finanziert und unterhalten wird, sollte auch allen offenstehen.“

Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin

Urheberrecht bleibt eine Herausforderung

Einen eigenständigen Bild-Download ermöglicht die Plattform bisher nicht. Da das DAM eine zeitgenössische Sammlung mit Schwerpunkt auf der Nachkriegszeit betreibt, müssen Nutzungsrechte für die meisten Objekte individuell geklärt werden – ein aufwendiger Prozess, der bei internationalen Werken aus den 1980er und 1990er Jahren mitunter detektivischen Aufwand erfordert. Lediglich bereits gemeinfreie Objekte bilden hier eine Ausnahme.

Die Datenbank wird laufend ausgebaut. Wer Architekturgeschichte recherchiert oder schlicht neugierig auf die Bestände des DAM ist, findet auf dam-online.de/sammlungen/sammlung-digital einen gelungenen Einstieg.

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