Das Planungsbüro in Szene setzen – So entsteht ein Unternehmensfilm

Gastbeitrag von Fred Wagner, WWS Film BERLIN

Ein eigener Unternehmensfilm oder ein Imagevideo ist oft preiswerter als gedacht. Eine schlanke Produktion lässt professionelle Videos heutzutage auch mit kleinem Budget zu. Das Ziel: die Emotionalisierung der eigenen Website.

Einen Unternehmensfilm oder ein Imagevideo zu drehen ist harte Arbeit, macht aber auch viel Spaß! (Foto: Eric Sturm)

Einen Unternehmensfilm zu drehen ist harte Arbeit, macht aber auch viel Spaß! (Foto: Eric Sturm)

„Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.“ Das bekannte Zitat von Autobauer Henry Ford ist ein treffender Vergleich, wenn es um den riesigen Erfolg von Videos im Internet geht.

Wer allein auf „stumme“ Texte und schöne Bilder setzt, hat gegen bewegte Bilder mit gutem Ton wenig Chancen. Das hat Gründe: Bewegte Bilder können Emotionen oft besser transportieren und komplexe Informationen in kurzer Zeit erklären.

Projektbesprechung im Bremer Planungsbüro Italiano (Szene aus dem Unternehmensfilm, Foto: Fred Wagner)

Projektbesprechung im Bremer Planungsbüro Italiano (Szene aus dem Unternehmensfilm, Foto: Fred Wagner)

Nehmen wir als Beispiel einen Architekten. Dieser hat sich auf die Planung und den Bau von Einfamilienhäusern spezialisiert. Auf der Website sehen potenzielle Bauherren, dass der Architekt attraktive Einfamilienhäuser baut. Das ist gut, aber es genügt dem Bauherren 2.0 und der Generation YouTube heute nicht mehr.

Jetzt stellen wir uns vor, der Kunde kommt auf die Website des Architekten und sieht ein Video. Die ersten Bilder zeigen das moderne Büro, Planer bei der Arbeit, kreativ, konzentriert, lachende Gesichter, Teamwork bei einer Diskussion. Detailaufnahmen zeigen ein neues Haus, das vom Projektleiter stolz präsentiert wird. Moderne Architektur – maßgeschneidert auf die Bedürfnisse künftiger Nutzer, entwickelt von einem engagierten Planerteam, das Erfahrung und Spaß bei der Arbeit hat. Dazu in nicht gestellt wirkendes Interview mit dem Inhaber des Büros, das über die wichtigsten Ziele bei der Arbeit und aktuelle Projekte informiert. Es ist leicht nachzuvollziehen: Dieses Video schafft Vertrauen und Kundenbindung – noch bevor der Kunde das erste Mal zum Telefon greift oder an der Bürotür klingelt.

Auf die Details kommt es an. Aufnahmen bei einer Projektbesprechung in einem Leipziger Ingenieurbüro (Foto: Eric Sturm)

Auf die Details kommt es an: Aufnahmen bei einer Projektbesprechung in einem Leipziger Ingenieurbüro (Foto: Eric Sturm)

Bewegtbild ist emotional: Ein Videoportrait erzeugt Sympathie

In den sozialen Medien erhalten Videos dreimal so viel Aufmerksamkeit wie alle anderen Inhalte. Danach müsste eigentlich jedes Unternehmen mit Video-Content arbeiten. Leider ist dem nicht so.

Umfragen haben ergeben, dass der Umgang mit dem Thema Bewegtbild in kleinen und mittleren Unternehmen oft vernachlässigt wird, meist aus Unsicherheit, etwas falsch zu machen. Schließlich ist der Einsatzbereich von Videos fast grenzenlos. Was macht Sinn? Wie definiere ich – in einer mir unbekannten Welt der Videoproduktion – was ich genau haben möchte? Und vor allem: Welcher Aufwand und welche Kosten kommen auf mich zu?

Auf all diese Fragen gibt es eine Antwort: Video ist nicht gleich Video. Es kommt immer darauf an, welchen Aufwand sie betreiben möchten und wie hoch Ihr Budget ist. Hier gilt ein wichtiger Grundsatz: Abgefilmte Realität, also Bestehendes abfilmen, ist immer günstiger als inszenierte Realität – es sei denn, es handelt sich zum Beispiel um eine Mondlandung.

Gefilmte Realität spart dem Auftraggeber Zeit und Geld

Für den Anfang müssen Unternehmen also keine neuen Welten erschaffen wie in exorbitant teuren Hollywood-Filmen. Der Alltag im Unternehmen, die Mitarbeiter und ihre Produkte, das Interview mit dem Geschäftsführer sind in vielen Fällen spannend genug und machen das eigenen Unternehmen bzw. die Marke menschlich und sympathisch.

Gefilmte Realität spart dem Auftraggeber Zeit und sehr viel Geld. Und es hat den klassischen, sehr teuren Unternehmensfilm vom Markt verdrängt – mit kinoreifen Filmproduktionen, episch und ästhetisch aufgeblasen, produziert von großen, teuren Crews, die zum eigentlichen Thema keinen echten Bezug haben.

Filmaufnahmen während einer (echten) Bürobesprechung bei Gaus & Knödler Architekten in Göppingen (Foto: Eric Sturm)

Filmaufnahmen während einer (echten) Bürobesprechung bei Gaus & Knödler Architekten in Göppingen (Foto: Eric Sturm)

Kurze Produktionszeiten schonen das Budget

Heute sind authentische Video-Formate gefragt, die nicht nach Werbung aussehen. Kurze Videos, die schnell auf den Punkt kommen, nicht länger als zwei Minuten. WWS Film Berlin – spezialisiert auf Videos für Architektur- und Ingenieurbüros – setzt deshalb unter anderem auf das beliebte Format des Videoportraits.

Im Mittelpunkt stehen dabei die informativen Statements mit dem Geschäftsführer, Projektmanager oder Planungsleiter. Motto: Der Mitarbeiter als Markenbotschafter. Der Vorteil im Vergleich zur heilen Welt eines Werbefilms: Der Chef oder der engagierte Mitarbeiter sind authentisch und transportieren die Werte eines Unternehmens in ihrer eigenen Sprache.

Die Tonqualität muss stimmen: Audioaufnahme während einer Filmproduktion (Foto: Eric Sturm)

Die Tonqualität muss stimmen: Audioaufnahme während einer Filmproduktion (Foto: Eric Sturm)

In vier Schritten zum Unternehmensfilm: So läuft eine Videoproduktion ab

Die Produktion eines Videoportraits mit Interview (Länge etwa 2 min, Kosten ab etwa 5.000 Euro) läuft bei WWS Film BERLIN wie folgt ab:

  1. Bei einem ausführlichen Gespräch (Briefing) wird geklärt wie das Video aussehen soll. Um welche Inhalte soll es gehen? Was soll gezeigt werden, welche Mitarbeiter kommen zu Wort? Gibt es eine Botschaft zwischen den Zeilen? Welche Ziele sollen erreicht werden? Welche originellen und kreativen Ideen gibt es und wie lassen sich diese mit einfachen Mittel realisieren? Das Briefing sollte am besten vor Ort im Unternehmen erfolgen. Danach werden in der Regel zwei Drehtage fest vereinbart.
  2. WWS Film erstellt zeitnah einen Drehplan und übernimmt die Interview-Vorbereitung.
  3. An den beiden Drehtagen ist das Drehteam (Kamera, Ton, Redakteur) im Unternehmen unterwegs und benötigt einen Ansprechpartner. Wichtig: Alle im Video gezeigten Personen sollten auf das Drehteam vorbereitet und mit den Videoaufnahmen einverstanden sein.
    Die Texte/O-Töne werden an den Drehtagen über Interviews generiert, dabei wird der Interviewer nicht im Bild gezeigt, der Protagonist muss also die Fragen in den Antworten aufgreifen. Der Ort des Interviews wird bewusst gewählt, weil er auf die Statements abfärben soll. Entweder vor oder nach dem Interviews ist der Kameramann unterwegs, um interessante und informative Bilder zu drehen, die dem Betrachter einen Einblick in das Unternehmen und die Produkte geben.
  4. Das Video einsteht im Schnitt. Video-Clips und Tonaufnahmen werden zusammengeführt, gesichtet und ausgewählt. Passende Hintergrundmusik wird ausgewählt. Danach erfolgen der eigentliche Schnitt, die Tonmischung, die farbliche Bearbeitung der einzelnen Einstellungen des Videos sowie die Titelgestaltung (Grafik). Je nach vereinbartem Umfang müssen dafür etwa drei bis vier Tage eingeplant werden.

Durch die schlanke Produktion mit kleinem Team, moderner Technik, kurzen Dreh- und Schnittzeiten hilft WWS Film Berlin ihren Kunden Zeit und Geld zu sparen und so sehr schnell, zu einem eigenen Unternehmensfilm zu kommen. Dann genügt nur noch ein Mausklick, um es zu starten.

 

Projektbeispiele für Unternehmensfilme über Planungsbüros

a) „Unternehmensfilm Planungsbüro Italiano GmbH, Bremen“

 

b) „Imagefilm: Alles in eine Hand – Ingenieurbüro Schilling GmbH, Leipzig“

 

Über den Autor

Fred Wagner ist Journalist, Fotograf und Kameramann. Zusammen mit Eric Sturm, Herausgeber von „Internet für Architekten“ hat er 2016 die Filmproduktion WWS Film BERLIN gegründet. Weitere Informationen: wws-film.de

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