Autodesk Forma: Neues Tool für den frühen Entwurf und direkte Revit-Anbindung

Autodesk baut seine Industry-Cloud Forma deutlich aus: Mit Forma Building Design gibt es (als Ergänzung zu Forma Site Design) ein eigenes Werkzeug für die schematische Entwurfsphase, Revit wird zum ersten „Connected Client“ der Cloud – und ein KI-Assistent zieht direkt in die Programme ein.

Die zugehörige Ankündigung stammt bereits aus dem April 2026, ich komme hier also mit etwas Verspätung darauf zurück. Der Blick lohnt trotzdem – denn die Neuerungen fügen sich in genau die Entwicklung ein, die ich wenige Wochen später auf der NXT BLD 2026 in London beobachten konnte: Entwerfen im Browser, KI-Agenten und vernetzte Daten-Workflows.

Autodesk Forma: Neues Tool für den frühen Entwurf und direkte Revit-Anbindung

Arbeiten in Forma Board: ein Massenmodell mit Sonnenstunden-Analyse (links) und rechts eine fotorealistische Visualisierung des Entwurfs (Foto: © Autodesk)

Forma Building Design für die frühen Entwurfsphasen

In den frühen Phasen fallen die wichtigsten Entscheidungen – oft mit Werkzeugen, die eigentlich für spätere Leistungsphasen gedacht sind. Genau hier setzt Forma Building Design an:

Planungsteams definieren den realen Standort, legen die Rahmenbedingungen des Grundstücks fest und erstellen darauf aufbauend verschiedene Gebäudeoptionen.

Automatisierungen helfen bei Fassaden, Grundrissen und Einheiten, Kennzahlen wie Tageslicht, Sonnenstunden und CO₂-Bilanz lassen sich direkt im Modell prüfen.

Steht eine Richtung fest, wird der Entwurf als georeferenziertes, natives Revit-Modell übergeben – das spart Doppelarbeit und erhält die ursprüngliche Entwurfsidee.

Forma Building Design ist für alle Revit- und AEC-Collection-Abonnent:innen verfügbar.

Sonnenstunden-Analyse in Forma: Die Einfärbung zeigt, wie viele Stunden direktes Sonnenlicht auf Fassaden und Umgebung fallen (Foto: © Autodesk)

Sonnenstunden-Analyse in Forma: Die Einfärbung zeigt, wie viele Stunden direktes Sonnenlicht auf Fassaden und Umgebung fallen (Foto: © Autodesk)

Revit als erster „Forma Connected Client“

Neu ist außerdem eine engere Verbindung zwischen Desktop und Cloud: Revit wird – zunächst als Tech Preview – zum ersten „Forma Connected Client“. Daten aus Forma Site Design und Forma Building Design lassen sich ohne manuelle Datei-Exporte direkt in Revit übertragen, Umweltanalysen laufen unmittelbar in der gewohnten Umgebung.

Alle Revit-Abonnent:innen erhalten zudem Zugriff auf Forma Site Design, Forma Building Design, Forma Board sowie Forma Data Management Essentials.

Autodesk Assistant: KI direkt im Programm

Mit dem Autodesk Assistant kommt kontextbezogene KI-Unterstützung direkt in Revit. Der Assistent arbeitet mit konkreten Modellen und Workflows, beantwortet nicht nur Fragen, sondern führt auch Aufgaben produktübergreifend aus.

In einer Tech Preview steht er ebenfalls in AutoCAD, Civil 3D und InfoWater Pro zur Verfügung; der Rollout auf das gesamte AEC-Portfolio soll schrittweise folgen.

Einordnung: Teil eines größeren Trends (und zwar in die Cloud!)

Für sich genommen ist jeder dieser Bausteine eine Detailverbesserung. Zusammen zeigen sie aber, wohin die Reise geht: weg von isolierten Desktop-Dateien, hin zu cloud-vernetzten, KI-gestützten Workflows, die schon im ersten Entwurf ansetzen.

Wer meinen Bericht von der NXT BLD 2026 gelesen hat, erkennt das Muster wieder – Autodesk setzt mit Forma um, was auf der Konferenz als Richtung der ganzen Branche diskutiert wurde.

Zum Vertiefen bietet Autodesk eine deutschsprachige Produktseite zu Forma an; einen Eindruck von Forma Building Design gibt zudem dieses Video.

Revit als „Forma Connected Client“: Umweltanalysen wie die Windströmungssimulation laufen direkt in der gewohnten Revit-Umgebung (Foto: © Autodesk)

Revit als „Forma Connected Client“: Umweltanalysen wie die Windströmungssimulation laufen direkt in der gewohnten Revit-Umgebung (Foto: © Autodesk)

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