Virtuelle Rundgänge für Architekten

Gastbeitrag von Claudia Berger, Omnia360

Für Immobilienmakler ist das Thema “Virtuelle Rundgänge” wohl schon ein alter Hut, denn dort werden sie bereits seit Jahren eingesetzt, um Immobilien von ihrer besten Seite zu präsentieren. Trotzdem ist das Thema aktueller denn je, denn mittlerweile erkennen immer mehr Branchen und Unternehmen das Potenzial Virtueller Rundgänge.

Der Grund für diesen neuen Aufschwung liegt unter anderem in der Weiterentwicklung der Technologien, so sorgen verbesserte Auflösungen, intuitive Steuerungsmöglichkeiten und kürzere Ladezeiten für ein verbessertes Nutzungserlebnis. Zudem eröffnet das neue Medium Virtual Reality völlig neue Perspektiven, da dem Nutzer dabei das Gefühl vermittelt wird, tatsächlich vor Ort zu sein und das Gebäude nicht nur zu betrachten, sondern regelrecht zu erleben.

Ein Virtueller Rundgang per iPad (Abbildung: omnia360)

Doch was sind Virtuelle Rundgänge eigentlich genau?

Virtuelle Rundgänge basieren auf dem Prinzip der Panoramafotografie und bestehen aus sogenannten Kugelpanoramen, bei denen die Umgebung sowohl vertikal als auch horizontal in 360-Grad erfasst wird, um so ein vollständiges Abbild der Realität aufzunehmen. Diese Kugelpanoramen werden bei einem Virtuellen Rundgang miteinander verknüpft, so dass der Nutzer sich darin von einem Kugelpanorama zum nächsten bewegen kann.

Dabei werden die Abstände zwischen den Kugelpanoramen so gewählt, dass sie sich möglichst in Blicknähe zueinander befinden, sodass der Nutzer von seinem Standpunkt zum nächsten navigieren kann, ohne sich plötzlich in einer völlig neuen Umgebung zu befinden. Mit flüssigen Übergängen und einer natürlichen Navigation entsteht der Eindruck, tatsächlich durch den Raum zu laufen und diesen virtuell zu erleben.

Einsatzmöglichkeiten Virtueller Rundgänge für Architekten

Mittlerweile hat die 360-Grad-Kameratechnologie einen Reifegrad erreicht, der Virtuelle Rundgänge auch für Architekten, Ingenieure und Bauträger interessant macht. In Norddeutschland hat sich das Start-Up-Unternehmen omnia360 darauf spezialisiert, Räume zu visualisieren und setzt dabei auf Virtuelle Rundgänge.

Die 360-Grad-Spezialisten nutzen dafür ein Aufnahmesystem, welches RGB-Kameras mit Infrarot-Tiefensensoren kombiniert, mit der auch Abstandsdaten erfasst werden, um so ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell zu erstellen. Diese können sowohl im Stil eines Puppenhauses von außen betrachtet-, als auch von innen als Virtueller Rundgang besichtigt werden.

Gesamtansicht eines „Virtuellen Rundgangs“ mit der Technik von Matterport (Abbildung: Omnia360)

Diese Rundgänge können im Architekturbereich eingesetzt werden, um Baufortschritte zu dokumentieren und Gebäude in verschiedenen Bauphasen zu erfassen, aber natürlich auch, um das Gebäude nach Fertigstellung vollständig zu präsentieren.

Bei weltweit tätigen Architekturbüros lassen sich so auch Standards sowohl besser dokumentieren, als auch an an anderen Standorte kommunizieren. Auch für Schulungs- und Lehrzwecke lassen sich Virtuelle Rundgänge nutzen, um zum Beispiel historische Architektur vollständig einzufangen und in der virtuellen Realität zu besichtigen.

Beispiel – Ein Virtueller Rundgang durch ein Wohnhaus:

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